Ich glaub es fällt schön langsam auf, wenn ich nur übers Essen schreibe... Deswegen jetzt mal ein Themenwechsel auf die "ernstere" Seite des Lebens: (Katastrophen)Tourismus-Destination Japan
Bevor jetzt jemand anders auf die Idee kommt: Nein, mit Katastrophen in Japan meine ich nicht meine Anwesenheit oder mein Naturell jedes nur erdenkliche Fettnäpfchen auszunutzen, um mit Anlauf reinzuspringen...
Zu meinen (leider etwas spärlich ausgefallenen) Reisevorbereitungen zählte ja auch eine Auflistung von verschiedenen Naturphänomenen, die ich erleben will. Ganz oben auf der Liste und in Fettschrift stand natürlich ERDBEBEN
Man stellt es sich einfach lustig vor, wenn alles wankt und man nicht betrunken ist.. :)
Leider lässt es sich nicht genau feststellen, wann mein erstes Erdbebenerlebnis genau war, denn ich befürchte, dass ich es verschlafen habe (wie könnte es auch anders sein). Eines Morgens bin ich aufgewacht und habe noch im Halbschlaf verwirrt festgestellt, dass es ein bisschen wackelt. "Wird schon ned so schlimm sein, ich träum das wahrscheinlich nur...", dacht ich mir, hab mich umgedreht und weitergemützt. Erst Tage später hab ich erfahren, dass es wirklich ein kleines Beben gab und war natürlich schwer enttäuscht, dass ich es nicht voll genießen konnte bzw. eigentlich gar nicht mitbekommen habe. Aber Gott sei Dank sind diese Beben ja nicht so selten wie guter Käse hier!
Vor einigen Tagen hat sich das ganze wiederholt, mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass ich es diesmal aktiv miterlebt habe.
So sitze ich nichts ahnend im Zimmer und habe meine Balkontür zum Lüften offen, als plötzlich die Zimmertür zum Wackeln anfängt, als ob ein Windstoß sie angestoßen hätte. Erst war ich verblüfft, denn ich hatte ja keinen Wind gespürt, als dann das Regal hinter mir auch noch angefangen hatte und ich immer noch kein Lüftlein wahrnehmen konnte schoss es mir durch den Kopf: ERDBEBEN!!
Ein paar Sekunden später war es auch schon wieder vorbei und saß nur da und fragte mich, wie in aller Welt ich es in dieser Zeit hätte schaffen sollen unter den Tisch zu kommen, um mich vor runterfallenden Gegenständen zu schützen.. Zugegeben, es war nur ein kleines und kurzes Beben, spätere Nachforschungen unter Kollegen ergab, dass es sich um ein Beben der Stärke 3-4.1 nach Richter (die (Experten)Meinungen gehen hier auseinander) gehandelt hat. Aber meine Reaktionszeit und quasi nicht vorhandene Agilität reichen bei weitem nicht aus, in der Zeit die vorgegebenen Schutzmaßnahmen auszuführen (vor allem nicht, wenn man erst mal wieder den Zettel suchen muss, wo das alles draufsteht^^). Hoffen wir einfach, dass es nicht zu schwereren Erdstößen kommt :)
Wetterkapriole II: Der Taifun
Eine gute Woche nach meiner Anfkunft hier ereilte uns schon die erste Schreckensmeldung: Ein Taifun fegt über Japan hinweg. (Angeblich) der stärkste seit Aufzeichnungsbeginn!
Es dürfte auf jeden Fall ein größerer gewesen sein, da er es scheinbar bis in die österreichischen Medien geschafft hat. Auf jeden Fall hab ich erst von Leuten aus Österreich davon gehört und dann erst in Japan. Könnte allerdings sein, dass ich es einfach vorher nicht verstanden habe *hust* im Nachhinein würde es aber das nervöse Zeigen auf Wetterberichte erklären, wenn Japaner mit mir gesprochen haben....
Das Auge des Sturms ging ja (zum Glück) weit an Tokyo vorbei und wir wurden somit nur von den Ausläufern getroffen. Der Wind hat schon ziemlich geblasen, was vor allem eine schön gruslige Geräuschkulisse ergab, und der Regen kam auch wie aus Kübeln runter, aber ansonsten war es hier in Minamiosawa nicht weiter schlimm. Soweit ich von anderen gehört habe, dürfte er aber schon etwas gewütet haben. Die Unterrichtsklassen waren auf jeden Fall nur halb gefüllt, weil einige Züge/Bahnstrecken ausgefallen sind. Ich hab ja das Glück(!) und darf fast am Campus wohnen, somit durfte ich mich durch den Regen zur Uni durchkämpfen und gehörte zu den glücklichen, die dem Unterricht beiwohnen durften. Was tut man nicht alles für seine Ausbildung!
Somit hab ich in den ersten eineinhalb Monaten hier schon viel geschafft! Übrig bleibt eigentlich nur noch ein Angriff von Godzilla auf Tokyo (alternativ würde ich auch einen Kampf Godzilla gegen Mothra akzeptieren) und dass der Fuji ausbricht. Man darf gespannt sein, was früher passiert. Ich persönlich drück mir ja die Daumen für Godzilla :)
Freitag, 20. November 2009
Dienstag, 10. November 2009
Fisch ist ein (f)rohes Vergnügen - Essen und Trinken in Japan 2
Eines Tages wurde ich hier unter dem Vorwand Sake trinken zu gehen in ein kleines Lokal gelockt. Erst auf der Fahrt dorthin wurde mir erklärt, dass wir eigentlich Sashimi essen gehen und dazu Sake trinken. Wie man sich vorstellen kann, hielt sich meine Begeisterung erstmal in Grenzen. Fisch, noch dazu roh und ohne Reis mit dem man den Fischgeschmack überdecken kann, hat nicht unbedingt ein freudiges Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.
Das Festmahl begann mit einem Gericht aus ganz kleinen Fischen, für den Anfang noch gebraten. Das filetieren hätte wohl zuviel Arbeit gemacht, also hat man die kleinen Fischerl einfach als ganzes gekocht und samt Kopf und Schwanz in die Pfanne geworfen (zumindest die Innereien wurden entfernt). Hat man sich erst an den Gedanken gewöhnt einen ganzen Fisch zu zerkauen, war es eigentlich sehr wohlschmeckend.
Leider bin ich nicht zu flexibel und ich konnte mich nur schwer daran gewöhnen... Um so froher war ich, als das zweite Gericht auf den Tisch kam. Eine Art Eintopf mit Fleisch, Gemüse und brauner Sauce. Voller Freude hab ich mich draufgestürzt und nebenbei mit vollem Munde noch gefragt, was denn das genau sei, was ich mir da einverleibe. Die Antwort war lang und japanisch - ich hab nur "Motsu" verstanden und dachte mir, das hört sich ja lecker an, ist gekocht, kein Fisch und schmecken tut es auch, also nur rein damit!
Nach einigen Bissen überkam mich aber doch die Neugier und ich musste Nachfragen. Vielleicht hätt ich einfach essen und mich freuen sollen, dass es schmeckt. Nach einigem Hin und Her habe ich endlich verstanden, was genau ich da esse: Eingeweide-Suppe von der Kuh! ääähm ja... fürs erste war mein Hunger gestillt... Aber der Schock war schnell überwunden und ich finde es nach wie vor sehr lecker :)
Danach kam endlich das Sashimi: Stachelmakrele, Bonito und Tintenfisch. "Frischen Mut fassen und auf geht's. Einfach genug Gewürze, Wasabi und Ingwer drauf, dann wirds schon gehen!", dachte ich. Das erste Stück in den Mund gesteckt und es war echt fast wie eine Geschmacksexplosion! Nie im Leben hätte ich mir gedacht, dass mir Fisch so schmecken könnte. Es ist einfach nicht vergleichbar mit dem Fisch, den man in Österreich bekommt. Hier ist er einfach um so vieles frischer und schmeckt sogar mir! Tja, man lernt halt doch nie aus....
Zwischendurch bekam ich dann auch noch den versprochenen Sake. Ich hab mich zwar beim Trinken wieder mal blamiert und mich als Anfänger geoutet aber das ist eine andere Geschichte...
Ein Hoch auf das leibliche Wohl - Essen und Trinken in Japan 1
Eines muss man den Japanern lassen: Sie können wirklich gut kochen, die meisten jedenfalls. Auch wenn hier in Minamiosawa 50 % der Lokale Italiener sind, habe ich schon so manche japanische Gaumenfreude serviert bekommen!
In erster Linie habe ich mich natürlich den Gerichten gewidmet, deren Berühmtheit es auch nach Österreich geschafft hat. Man ist ja gewillt neues zu probieren, aber ich wollte eher mit Sachen beginnen, die ich schon kannte. So haben mich meine ersten kulinarischen Abenteuer in Ramen-ya, Gyudon-ya uä geführt. Natürlich waren meine (naiven) Vorstellungen falsch und es hat nicht wie in Österreich geschmeckt - Gott sei Dank! Es schmeckt hier einfach noch um vieles besser. Keine Ahnung ob es an den Köchen liegt, den Zutaten oder einfach der Luft hier - wahrscheinlich eine Mischung aus allem.
Für alle, die sich nicht mit japanischem Essen auskennen eine kleine Einführung
Ramen
Ein riesen Teller mit Suppe, Gemüse, Fleisch und Nudeln drin. Nicht nur an kalten Tagen der Renner. Ein Problem, das sich am Anfang stellen könnte, ist die richtige Art und Weise sie zu essen. Meist dank der Suppe extrem heiß, darf/muss man die Nudeln (schön laut) reinschlürfen. An und für sich ja kein Problem, man sollte nur bedenken, dass die Nudeln nicht immer so wollen wie man selber und der Kampf oft mit ansehnlichen Flecken auf der Kleidung endet. (Muss nicht zwangsweise die eigene Kleidung sein, auch Sitznachbarn habe ich schon getroffen...)
Gyudon
Eine Schüssel Reis mit Rindfleisch und Zwiebeln drauf. Meist wirklich günstig und sehr lecker. Etwas gewöhnungsbedürftig war allerdings das rohe Ei, das man dazu bekommt und sich über das Ganze leert und druntermischt. Wie ja allseits bekannt esse ich keine Eier, dennoch habe ich mich wagemutig getraut und es ausprobiert. Zu meiner eigenen Verwunderung war es besser als gedacht (und als es ausgesehen hat...). Wenn man sich erst an das leicht schlabberige Gefühl im Mund gewohnt hat, schmeckt sogar richtig gut!
Gyoza
Ich habe sie geliebt, ich liebe sie immer noch und ich werd sie ewig lieben! Es gibt einfach nix besseres als diese kleinen Teigtaschen mit Fleisch, Fisch oder Gemüse gefüllt. Leider sind sie je nach Lokal starken Qualtiätsschwankungen unterzogen und erfüllen das ganze Zimmer mit ihrem Duft, wenn man sie im Kühlschrank hat. Aber das ist das geringste Problem, lang haben sie bei mir noch nie gehalten...
Udon
Dicke, weiße Weizennudeln, ähnlich wie Ramen, aber eigentlich doch ganz anders. Werden auch wie Ramen in einem Suppenteller/-topf serviert mit verschiedenen Toppings und Geschmacksrichtungen. Ich habe mir natürlich nicht einfach normale bestellen können, nein ich musste wieder eine besondere Art probieren - Kitsune Udon. Eigentlich ja nicht schlecht, aber auf den gebackenen Tofu hätte ich beileibe verzichten können. Noch dazu, weil er im Gegensatz zur restlichen Suppe nicht pikant, sondern süß(!) war.
Dango/Mochi
Ich kam in der Hoffnung nach Japan lecker Mochi zu essen und wurde nicht enttäuscht! Es kam sogar noch besser, hier gibts viel mehr verschiedene Sorten, Arten und Farben. Bis jetzt hab ich sie nur mit Anko (rote Bohnenpaste) gefüllt gegessen, aber ich werd noch einige Feldstudien durchführen! Ungefüllt gibt es sie auch (Dango) dafür haben diese noch verschiedene Saucen drauf. Von Sesam über süß-sauer ist für jeden Geschmack was dabei.
Katsu
Gebackenes Fleisch mit knuspriger Panade. Der beste Ersatz für Wiener Schnitzel! Es bleibt zwar nur ein Ersatz, aber immerhin. Der einzige Nachteil ist, dass man es schon fast wie in Deutschland meist mit "Tunke" bekommt und dann die Panier etwas aufgeweicht ist. Aber wenigstens gibts gute Saucen dazu und was tut man nicht alles für ein kleines Stück Heimat :)
@Raphi: du siehst, für dein leibliches Wohl wäre hier schonmal gesorgt! *g*
In erster Linie habe ich mich natürlich den Gerichten gewidmet, deren Berühmtheit es auch nach Österreich geschafft hat. Man ist ja gewillt neues zu probieren, aber ich wollte eher mit Sachen beginnen, die ich schon kannte. So haben mich meine ersten kulinarischen Abenteuer in Ramen-ya, Gyudon-ya uä geführt. Natürlich waren meine (naiven) Vorstellungen falsch und es hat nicht wie in Österreich geschmeckt - Gott sei Dank! Es schmeckt hier einfach noch um vieles besser. Keine Ahnung ob es an den Köchen liegt, den Zutaten oder einfach der Luft hier - wahrscheinlich eine Mischung aus allem.
Für alle, die sich nicht mit japanischem Essen auskennen eine kleine Einführung
Ramen
Ein riesen Teller mit Suppe, Gemüse, Fleisch und Nudeln drin. Nicht nur an kalten Tagen der Renner. Ein Problem, das sich am Anfang stellen könnte, ist die richtige Art und Weise sie zu essen. Meist dank der Suppe extrem heiß, darf/muss man die Nudeln (schön laut) reinschlürfen. An und für sich ja kein Problem, man sollte nur bedenken, dass die Nudeln nicht immer so wollen wie man selber und der Kampf oft mit ansehnlichen Flecken auf der Kleidung endet. (Muss nicht zwangsweise die eigene Kleidung sein, auch Sitznachbarn habe ich schon getroffen...)
Gyudon
Eine Schüssel Reis mit Rindfleisch und Zwiebeln drauf. Meist wirklich günstig und sehr lecker. Etwas gewöhnungsbedürftig war allerdings das rohe Ei, das man dazu bekommt und sich über das Ganze leert und druntermischt. Wie ja allseits bekannt esse ich keine Eier, dennoch habe ich mich wagemutig getraut und es ausprobiert. Zu meiner eigenen Verwunderung war es besser als gedacht (und als es ausgesehen hat...). Wenn man sich erst an das leicht schlabberige Gefühl im Mund gewohnt hat, schmeckt sogar richtig gut!
Gyoza
Ich habe sie geliebt, ich liebe sie immer noch und ich werd sie ewig lieben! Es gibt einfach nix besseres als diese kleinen Teigtaschen mit Fleisch, Fisch oder Gemüse gefüllt. Leider sind sie je nach Lokal starken Qualtiätsschwankungen unterzogen und erfüllen das ganze Zimmer mit ihrem Duft, wenn man sie im Kühlschrank hat. Aber das ist das geringste Problem, lang haben sie bei mir noch nie gehalten...
Udon
Dicke, weiße Weizennudeln, ähnlich wie Ramen, aber eigentlich doch ganz anders. Werden auch wie Ramen in einem Suppenteller/-topf serviert mit verschiedenen Toppings und Geschmacksrichtungen. Ich habe mir natürlich nicht einfach normale bestellen können, nein ich musste wieder eine besondere Art probieren - Kitsune Udon. Eigentlich ja nicht schlecht, aber auf den gebackenen Tofu hätte ich beileibe verzichten können. Noch dazu, weil er im Gegensatz zur restlichen Suppe nicht pikant, sondern süß(!) war.
Dango/Mochi
Ich kam in der Hoffnung nach Japan lecker Mochi zu essen und wurde nicht enttäuscht! Es kam sogar noch besser, hier gibts viel mehr verschiedene Sorten, Arten und Farben. Bis jetzt hab ich sie nur mit Anko (rote Bohnenpaste) gefüllt gegessen, aber ich werd noch einige Feldstudien durchführen! Ungefüllt gibt es sie auch (Dango) dafür haben diese noch verschiedene Saucen drauf. Von Sesam über süß-sauer ist für jeden Geschmack was dabei.
Katsu
Gebackenes Fleisch mit knuspriger Panade. Der beste Ersatz für Wiener Schnitzel! Es bleibt zwar nur ein Ersatz, aber immerhin. Der einzige Nachteil ist, dass man es schon fast wie in Deutschland meist mit "Tunke" bekommt und dann die Panier etwas aufgeweicht ist. Aber wenigstens gibts gute Saucen dazu und was tut man nicht alles für ein kleines Stück Heimat :)
@Raphi: du siehst, für dein leibliches Wohl wäre hier schonmal gesorgt! *g*
Sonntag, 8. November 2009
Endlich ein Lebenszeichen!
ゴメンね!
Ich habe zu lange schon nichts mehr von mir hören lassen... bzw. eigentlich noch gar nicht wirklich was geschrieben hier! Aber ich verspreche Besserung und werde versuchen regelmäßig die Neuigkeiten von der anderen Seite des Erdballs hier zusammen zu fassen.
Zuerst mal zur Frage #1 von allen mit denen ich bis jetzt geredet habe: Hast du dich schon eingelebt?
Ich glaub, ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass ich mich hier im Großen und Ganzen schon gut eingewöhnt habe. Schön langsam weiß ich, wo ich alles bekomme was ich brauche und schaffe es schon halbwegs mich ohne Übersetzer allein durchzuschlagen. Außer wenn mal wieder ein Japaner glaubt, er muss mir etwas am Telefon erklären.... es endet leider immer wieder in einem Fiasko. (An dieser Stelle schon mal ein herzliches Danke an Yumi, die mich immer wieder rettet ;))
Die Frage müsste allerdings eher umgekehrt gestellt werden: Haben sich die Japaner schon an mich gewöhnt?
Das ist leider das größere Problem! Mir war ja klar, dass ich hier "leicht" auffallen werde durch die doch etwas herausstechende Körpergröße, aber ein solches Feedback hätte ich nicht erwartet. Wo man auch geht, immer wieder wird man von allen "interessiert beobachtet". Bis auf einen kleinen Zwischenfall ist es auch immer glimpflich ausgegangen; ich hoffe, dass die nette Dame sich nicht zu sehr verletzt hat, als sie in die nächste Straßenlampe gelaufen ist, weil sie mein Anblick zu sehr verwirrt hat....
Anfangs habe ich ja schon befürchtet, dass ich hier in einer humorlosen Zone gelandet bin. Gott sei Dank hat sich jedoch herausgestellt, dass Japaner sehr wohl lachen können, nur halt leider nicht über meinen Schmäh (ich gebe ja zu, dass Sarkasmus nicht jedermans Sache ist, aber so pikiert muss man dann auch nicht dreinschauen...). Von der typisch österreichischen offenen Art rede ich erst gar nicht *hust*
In diesem Sinne übe ich weiter meine interkulturellen Kompetenzen bzw. versuche diese endlich zu bekommen!
Ich habe zu lange schon nichts mehr von mir hören lassen... bzw. eigentlich noch gar nicht wirklich was geschrieben hier! Aber ich verspreche Besserung und werde versuchen regelmäßig die Neuigkeiten von der anderen Seite des Erdballs hier zusammen zu fassen.
Zuerst mal zur Frage #1 von allen mit denen ich bis jetzt geredet habe: Hast du dich schon eingelebt?
Ich glaub, ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass ich mich hier im Großen und Ganzen schon gut eingewöhnt habe. Schön langsam weiß ich, wo ich alles bekomme was ich brauche und schaffe es schon halbwegs mich ohne Übersetzer allein durchzuschlagen. Außer wenn mal wieder ein Japaner glaubt, er muss mir etwas am Telefon erklären.... es endet leider immer wieder in einem Fiasko. (An dieser Stelle schon mal ein herzliches Danke an Yumi, die mich immer wieder rettet ;))
Die Frage müsste allerdings eher umgekehrt gestellt werden: Haben sich die Japaner schon an mich gewöhnt?
Das ist leider das größere Problem! Mir war ja klar, dass ich hier "leicht" auffallen werde durch die doch etwas herausstechende Körpergröße, aber ein solches Feedback hätte ich nicht erwartet. Wo man auch geht, immer wieder wird man von allen "interessiert beobachtet". Bis auf einen kleinen Zwischenfall ist es auch immer glimpflich ausgegangen; ich hoffe, dass die nette Dame sich nicht zu sehr verletzt hat, als sie in die nächste Straßenlampe gelaufen ist, weil sie mein Anblick zu sehr verwirrt hat....
Anfangs habe ich ja schon befürchtet, dass ich hier in einer humorlosen Zone gelandet bin. Gott sei Dank hat sich jedoch herausgestellt, dass Japaner sehr wohl lachen können, nur halt leider nicht über meinen Schmäh (ich gebe ja zu, dass Sarkasmus nicht jedermans Sache ist, aber so pikiert muss man dann auch nicht dreinschauen...). Von der typisch österreichischen offenen Art rede ich erst gar nicht *hust*
In diesem Sinne übe ich weiter meine interkulturellen Kompetenzen bzw. versuche diese endlich zu bekommen!
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